22. März 2018

Was ist aus meinem Mörder geworden?
Chat mit dem Jenseits!

>>> ZUM ARTIKEL

Der am 22. April 2003 von „Jussuf M.“, einem Mitglied eines kriminellen libanesisch-kurdischen Clans erschossenen Polizisten Roland Krüger meldet sich aus dem Jenseits.

>>>Krüger:
Was ist aus meinem Mörder geworden?

<< Den haben wir am Tag Ihres Todes verhaftet und der bekam lebenslänglich. Sie können ruhig weiter liegen bleiben!

>>>Krüger:
Mindestens wurde er nicht für verrückt erklärt, dieses …..! 

<< Achtung! Machen Sie sich nicht wegen Volksverhetzung schuldig aber bei Ihnen ist ja egal! Jedenfalls galt er zwar als traumatisiert, weil der Arme als Kind im kriminellen Milieu seines Clans aufgewachsen war und dennoch hatten die Richter keine Gnade mit ihm. 

>>>Krüger:
Gut, er soll im Knast ewig schmoren. 

<< Na ja, das war 2003. Das ist jetzt 15 Jahre her und deshalb wurde er jetzt zur Bewährung entlassen und.. 

>>>Krüger:
Entlassen? Spinnt Ihr? 

<< Moment, der Häftlinge M. hatte sich im Gefängnis gut geführt, schon vor Jahren durfte er die JVA Tegel für Besuche bei seiner warmherzigen Familie verlassen. 

>>>Krüger:
die JVA Tegel verlassen? Seine Familie besuchen? Was ist mit mir? 

<< Entschuldigung Krüger, Sie sind tot, genauer gesagt mausetot. Aber der Häftlinge lebt noch und der kam am 7. April 2016 wegen guter Prognose in den offenen Vollzug, nicht alltäglich für einen verurteilten Mörder. Sie wissen ja „Offener Vollzug“ heißt: Er war tagesüber bei seiner lieben Familie und die Nächte verbrachte er im Knast. Aber das hinderte ihn nicht daran, zu seinem ersten zwei Kindern, noch vier Weitere bei Tageslicht zu zeugen. Das jüngste Kind wurde 2015 geboren. Aktiv, aktiv… Hahahaha…oh Verzeihung! 

>>>Krüger:
Wieso diese Milde? Er hat mein Leben gelöscht und das Leben meiner Familie zerstört! 

<< Moment Krüger oder muss ich jetzt „Ex-Krüger“ sagen? Hahaha. Nein im Ernst, der Verurteilte hat sich nichts zuschulden kommen lassen, sondern er schaffte, eine familiäre Lebensgemeinschaft wieder zu leben. 

>>>Krüger:
Ich dachte, man schiebt solche ausländischen Mörder am Ende ab! 

<< Oh ja, Abschieben! Das war eine harte Nummer. Bis wir die Libanesen überzeugt haben, für ihn Reisepapiere zu besorgen und ihn wieder aufzunehmen, hat es ewig gedauert. 

>>>Krüger:
Und warum das? Deutschland zahlt jedes Jahr zig Millionen Entwicklungshilfe an dieses kleine Land, das halb so groß wie Hessen ist. 

<< Moment EX-Krüger!
Klein aber souverän! 

>>>Krüger:
Gerade als souveränes Land ist der Libanon verpflichtet, seinen Dreck wieder zu nehmen. 

<< Krüger, höre ich populistische Untertöne von Ihnen? 

>>>Krüger:
Ja und weiter? Ist er nun in den Libanon abgeschoben? 

<< Nein! Eigentlich war alles geregelt: Der sollte aus der Haft heraus in den Libanon abgeschoben werden. Doch das Verwaltungsgericht entdeckte irgendeinen Formfehler und es stoppte das Vorgehen der Ausländerbehörde als „rechtswidrig“. 

>>>Krüger:
„Rechtswidrig“? Spinnt Ihr? 

<< Krüüüüüüüger!!!!
Allerdings war es ohnehin nicht geplant, ihn dauerhaft abzuschieben. Er sollte nach einer „Sperrfrist“ von sechs Jahren wieder einreisen dürfen. Schließlich habe der 48-Jährige sechs Kinder. Eine Abschiebung würde auf seine Frau und seine sechs Kinder psychisch erheblich negativ auswirken und das will keiner. Etwa Sie Krüger? 

>>>Krüger: Ihr habt also geplant, ihn nach sechs Jahren wieder einreisen zu lassen? 

<< Um genauer zu sein, nicht nach sechs, sondern nach einem Jahr sollte er wieder bei seiner Familie in seinem vertrauten Neukölln sein. Ich weiß, ich weiß……., alles ist heikel bei ihm, denn der blöde forensisch-psychiatrische Gutachter sieht bei ihm „weiterhin zumindest unterschwellig bestehende milieutypische Ansichten, zum Beispiel Probleme auf eigene Faust zu lösen“. Aber Krüger, wir müssen den armen Schweinen eine Chance geben! Sie alle sind richtig aber ganz richtig traumatisiert. 

>>>Krüger:
Er hat mein leben ausgelöscht. Die Einzigen, das Einzige, was mich hier im Parkfriedhof in Britz tröstet, sind die Würmer, die auf Euch warten, Ihr Verräter! 

<< Krüger, Sie sind hiermit suspendiert. Ich verachte Ihren Hass. Der Mann hatte Sie erschossen, weil er eine Racheaktion aus der verfeindeten Großfamilie Al-Z. fürchtete. Begreifen Sie endlich Sie Hasser aus dem Totenreich! Wissen Sie was, Sie ekelhafter nachtragender Rassist? Ich blockiere Sie! 

Imad Karim 

 

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