21. August 2017

Mein Interview mit Axel R. Göhring auf "Philosophia Perennis".

>>> ZUM INTERVIEW

[...] Axel R. Göhring: Sie wurden früher von den Qualitätsmedien für Ihre Filme bejubelt; heute werden Sie totgeschwiegen oder sogar attackiert. Wie stellt sich Ihre berufliche Situation heute dar, und was empfinden Sie bei der weltanschaulichen Ablehnung, die Sie erleben müssen? Haben Sie sich verändert, oder die anderen?

Beruflich habe ich schnell reagiert und mich auf Realisierung von Imagefilmen und hochqualitativen Werbespots spezialisiert. Nebenbei arbeite ich für verschiedene internationale Nachrichtenagenturen als Freelancer. Gelegentlich rufe ich bei meinen ehemaligen Kollegen, die ich persönlich sehr gut kenne (kannte) und die bei der ÖR arbeiten, ob sie inzwischen bereit wären, einen guten Beitrag von mir abzunehmen und dann muss ich mich damit trösten, dass es von mir „vorübergehend“ keine Beiträge gewünscht seien. Für mich als Jemand, der aus der Unfreiheit kommt und der seit 40 Jahren in der Freiheit lebt, bedeutet diese Entwicklung ein neues Exil, ein inneres Exil. 

Axel R. Göhring: Die 68er und Grünen waren unerbittliche Gegner der US-Politik, obwohl gerade die Anglo-Amerikaner Prosperität und Freiheit Westdeutschlands garantierten. Heute kritisieren die Politkorrekten offenbar alles, was den Westen und seine Kultur ausmacht. Fremde Kulturen, und seien sie noch so rückständig und brutal, werden hingegen paradoxerweise idealisiert und generell entschuldigt. Was steckt Ihrer Meinung nach hinter diesem widersprüchlichen Denken und Verhalten? 

Ob wir wollen oder nicht wollen, die Grünen sind Kinder und Enkelkinder der Frankfurter Schule. Ihnen geht es in erster Linie darum, ihre Utopie von einer gerechten Welt zu verwirklichen, in der alle Kulturen gleichwertig sind und wo die Ethnien als Faktor bei der Entscheidungsfindung verschwinden. 

Auch die Grünen tragen einen in ihren Augen evolutionären „notwendigen“ Hass auf den Kapitalismus und den historisch gewachsenen Nationalstaat. 

Wenn ich das hier beschreibe, dann spreche ich von einer Gesinnungsethik, die in den letzten 10 Jahren und besonders mit Obama faschistisch-ähnliche Züge angenommen hat. 

Es ist eine Form des Selbsthasses als Ausdrucksform, um dem Fremden gegenüber den Beweis zu erbringen, dass er von mir quasi geschätzt und geachtet wird. Diese Gesinnung der Übermenschlichung des Fremdseins und der Entmenschlichung des Selbst scheint inzwischen eine Art sexuell-masochistische Befriedigung bei den Akteuren hervorzurufen. Andere würden das Ganze eine Sozialdekadenz oder Kulturuntergang bezeichnen. [...]

 

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